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Ent-Führung statt Ver-Führung

Welche Führung brauchen Menschen in der künftigen Arbeitswelt 4.0?

Wenn wir in der Arbeitswelt über Führung sprechen, vermischen sich zwei grundlegende Dinge miteinander. Zum einen die Fähigkeiten und Anleitungen, die nötig sind, um wirtschaftlich zu arbeiten, und zum anderen die Urteile und Analysen, die gefällt werden, um Verhalten zu beschreiben und zu bewerten.

Welche Führung brauchen Mitarbeitende? Welche Führung brauchen Menschen?

Mitarbeitende brauchen eine Arbeitsumgebung, die folgende Punkte fördert:

  • Die Arbeit muss Sinn-gebend sein,
  • selbstständige Entscheidungen zulassen können,
  • und bedürfniserfüllende Handlungsspielräume bieten,

Menschen brauchen:

  • Beziehungen auf Augenhöhe in der
  • eine menschengerechte Kommunikation gepflegt wird.

Die Führung der zukünftigen Arbeitswelt braucht keine Belohnungen und keine Bestrafungen – sie entsteht aus sich selbst heraus.

  • aus dem Selbst-Verständnis des Unternehmens / der Organisation
  • und aus dem Selbst-Verständnis des eigenen Lebensmodells.

Beides muss bewusst-sein. Und ständig weiterentwickelt werden (können).

Wie kann das gehen?

Durch 2 Dinge:

  1. Indem die heutigen Führungskräfte ihre Rolle neu definieren.
  2. Indem jeder Beschäftigte eine Selbst-Führungskompetenz entwickelt, die ihm die Fähigkeit und das Vertrauen gibt, Dinge nach seinen Bedürfnissen gestalten zu können.

Wie sieht die Rolle der Führungskraft von morgen aus? Welche Fähigkeiten braucht sie?

Sie muss den Mitarbeitenden Antworten auf diese Fragen geben können:

  • Welchen Sinn und Zweck erfüllt die Arbeit?
  • Wem nutzt die Arbeit?
  • Welche Werte liegen unseren Entscheidungen zugrunde?
  • Welchen Beitrag kann ich zum Erfolg leisten?
  • Wie kann ich meine Stärken einbringen?
  • Wie unterstützen Sie mich in meiner Weiterentwicklung?

Bezogen auf das Arbeitsumfeld, sollten diese Fähigkeiten ausgebaut werden:

Die Fähigkeit

  • Visionen zu entwickeln
  • Zusammenhänge so darzustellen, dass sie verstanden werden
  • ökonomisch zu handeln
  • Entscheidungen anhand von Werten zu erläutern
  • Verantwortung abzugeben
  • Umsetzungs-Strategien zu bewerten und weiterzuentwickeln

„Als Mensch muss die Führungskraft nur eins können: sich selbst zu führen.“

Dazu zählt die Fähigkeit

  • empathisch zu sich und anderen zu sein
  • mutig zu sein, um jederzeit neue Erfahrungen zu sammeln
  • das eigene Potenzial zu entfalten
  • sich selbst als ein vollständiges Geschöpf anzunehmen

Hierarchie braucht es nicht mehr

Die Welt wird zunehmend digitalisierter, globalisierter und vernetzter. Für diese Welt ist eine hierarchische Ordnung nicht mehr geeignet.

Stattdessen wird der Fokus zunehmend auf das gerichtet, wofür es sich lohnt zu leben. Das wird zukünftig der Leitfaden für menschliche und wirtschaftliche Entwicklung.

Entscheidende Fragen werden dabei sein: Was brauchen wir? Was ist erstrebenswert?

Was wir nicht lieben, muss gehen.

Liebe ist der Verbindungsstoff jeder Beziehung. Auch und besonders in der Beziehung zwischen Arbeit und Mensch.

Tun wir etwas ohne Liebe, geschieht das, was heute schon Alltag ist.

  • Es entstehen Konflikte, weil Menschen sich als Objekte – und nicht als Subjekte – behandelt fühlen
  • Krankheiten nehmen zu. Krankheiten sind Symptome, Hinweise auf etwas, das nicht in einer Ordnung funktioniert.
  • Leistungsabfall wird spürbar. Keiner kann etwas auf Dauer machen, was er nicht gerne macht.

Fazit

In dem Moment, wo sich die Menschen wieder in ihrer Einzigartigkeit erkennen, ist eine Potenzialentfaltung unvermeidbar. Bisherige Rollenmodelle haben diese Entfaltung eher unterdrückt als gefördert.

Menschliche Entwicklung ist ein natürlicher Prozess. Darin unterscheidet sich keine Führungskraft von anderen Mitarbeitenden.

Kehren wir gemeinsam zurück und fördern unsere Selbst-Führungs-Kompetenz. Für ein erfolgreiches Miteinander.

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Ein Leben ohne Probleme ist auch keine Lösung

Es läuft…

Er steht fest in meinem Terminkalender. Die Verabredung mit mir selbst. Gestern sind wir eine Runde um den See gegangen, der bei uns in der Nähe ist.

Ja, zurzeit scheint es das Leben gut mit mir zu meinen. Ich bin gesund. Meine Arbeit macht mir Spaß. Das Familienleben ist harmonisch. Es gibt scheinbar nichts, was besser laufen könnte. Keine Probleme.

Doch irgendetwas in mir scheint mit diesem Zustand nicht zufrieden zu sein. Geht da nicht noch was? Kann das denn sein, dass alles super ist? Ein Teil in mir fing an, diese und weitere Fragen zu stellen. Und schon war es mit der Ruhe und Entspannung vorbei.

Ein Spruch meines Vaters tauchte in meinen Erinnerungen auf:

„Haste keine Probleme, machste dir welche.“

Irgendwie scheint er wieder mal Recht zu haben.

Aber mal angenommen, wir hätten wirklich keine Probleme. Wäre unser Leben dann wirklich zufriedenstellender?

Ich meine Nein. Probleme und das Finden von Lösungen sind lebensnotwendig. Sonst würde ich jetzt wahrscheinlich hier auf allen vieren um den See krabbeln. Als Kind haben wir täglich mit Begeisterung Probleme gelöst. Auch wenn wir dabei dutzende Male hingefallen sind.

Wenn es gut gelaufen ist, haben wir lernen dürfen, unsere Probleme selbst zu lösen.

Wie auch immer wir gelernt haben Probleme zu lösen. Wir haben daraus unsere eigenen Lösungsstrategien entwickelt.

„Ein Problem ist eine Situation, für die ich noch keine Lösung habe.“

Aber warum belasten uns heute Probleme? Ist es die Null-Toleranz-Gesellschaft? Ist es dieses „Funktionieren müssen“?

Probleme sind nie allgemeiner Natur. Das Problem, welches wir als ein solches empfinden, entsteht immer nur durch uns selbst. Demzufolge liegt die Lösung für ein Problem immer auch nur in uns. Nie außerhalb.

Probleme sind Wachstumschancen.

Doch bevor wir Probleme als Wachstumschancen erkennen können, müssen wir uns zunächst von unseren Glaubenssätzen befreien. z.B.: „Sei Immer perfekt.“ „Mach keine Fehler.“ „Streng Dich an.“ „Sei liebenswürdig.“ „Sei stark.“

Hinter dem Problem steht immer ein Glaubenssatz.

Probleme tauchen nie zufällig auf. Sie erinnern uns daran, mal von unseren im Kindesalter gelernten Strategien abzuweichen und neue Wege zu gehen.

Dazu einige Ressourcen wie Ihnen das einfacher gelingen kann:

  • Vertraute Personen um Rat bitten

Doch Vorsicht: Gut gemeinte Ratschläge sind auch Schläge. Dennoch können Sie sie leichter ausprobieren, wenn sie von Personen kommen, die es gut mit ihnen meinen. Und vielleicht gelingt es ihnen auch damit eine neue Erfahrung zu machen, wie man Probleme lösen kann.

  • Personen beobachten, die ihr Problem garantiert nicht hätten

Denn das sind meistens Menschen, die andere Strategien gelernt haben. Probieren Sie deren Strategien einfach mal aus.

  • Meditieren

Klingt ungewöhnlich, ist aber hilfreich. Wer meditiert, denkt nicht. So umgehen Sie Ihre gewöhnlichen Denkmuster und ihnen fallen andere Lösungsmöglichkeiten buchstäblich in den Schoss.

  • Perspektivenwechsel vornehmen

Wer es gewohnt ist, mit sich selbst zu arbeiten, kann im wahrsten Sinne eine andere Position einnehmen. Gehen Sie doch mal auf die andere „Straßenseite“ und betrachten das Problem von dort aus. Fragen Sie den Passanten, der dort vorbeikommt, wie er die Situation beschreibt, die für sie das Problem darstellt.

  • Akzeptieren mit Selbstachtung

Es gibt Probleme, für die Sie einfach (noch) keine Lösungen finden. Das hat nichts mit Unfähigkeit zu tun. Akzeptieren Sie es. Seien Sie sich sicher: Es wird der Tag kommen, wo sie jedes Problem lösen werden, was immer auch kommt. Üben Sie keine Kritik an sich. Sorgen Sie lediglich dafür, dass sie nicht in dem Problem stecken bleiben. Halten Sie die Achtung vor sich selbst hoch.

Ungelöste Probleme gibt es nicht.

Allerdings gefallen uns manchmal die Lösungen nicht, die wir nicht selbst bestimmt haben. Manchmal erkennen wir die Lösung auch nicht als solche.

  • …vielleicht ist das Rückenproblem die Lösung, um bestimmte Arbeiten nicht mehr auszuüben?
  • …vielleicht bewahrt uns der nicht gewonnene Auftrag vor großem finanziellem Verlust?
  • …vielleicht ist der Verlust des Arbeitsplatzes die Lösung, um endlich mal das zu tun, was Sie schon immer tun wollten?
  • …vielleicht ist das nicht erreichte Umsatzziel die Gelegenheit mal von einst erfolgreichen Verkaufsstrategien abzuweichen?

Wir brauchen das Problem um uns zu entwickeln. Manche Entwicklungen verlaufen allerdings sehr schmerzhaft. Oftmals glauben die Menschen, das müsste so sein.

Ich glaube das nicht.

Ich glaube nicht, dass das Leben anstrengend sein muss. Ich glaube daran, dass es den Schmerz nicht braucht, um ein Leben nach den eigenen Vorstellungen zu führen.

Erfolgreich. Gesund. Aber mit Problemen, die ICH lösen kann.

In diesem Sinne…

Sie haben Probleme mit Problemen? Sie möchten Ihre Lösungskompetenz ausbauen? Sie wollen an Selbstvertrauen gewinnen? Sie möchten Ihre Ziele im Leben selbst bestimmen und erreichen? Sie möchten mehr Ressourcen entwickeln, um Ihr Leben nach Ihren Vorstellungen zu führen?

Dann finden Sie hier vielleicht die Lösung!

 

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Bitte an Ihren Chef weiterleiten!

Was glauben Sie erwartet Ihr Chef von Ihnen?

Sicherlich, dass sie die ihnen übertragenen Arbeiten ordnungsgemäß ausführen. Aber ist das wirklich alles?

Haben Sie nicht auch manchmal das Gefühl, das – obwohl sie das machen – Ihre Leistung nicht anerkannt wird?

Also muss es da noch etwas anderes geben, wonach ihre Leistung bewertet wird.

Aus meinen Gesprächen mit Führungskräften, habe ich einige Bewertungsmaßstäbe identifizieren können. Die Mitarbeitenden sollen

  • sich selbst motivieren können
  • zielgerecht arbeiten
  • ihre Ressourcen einschätzen können und auf ihre Gesundheit bzw. Arbeitsfähigkeit achten
  • „Teamfähig“ sein
  • Kreativität zeigen und neue Lösungen entwickeln
  • Veränderungsbereitschaft zeigen

Wenn Sie Glück haben, ist es Ihrem Chef bewusst, nach welchen Kriterien er Leistung belohnt.

Und noch besser: Wenn er Ihnen das anhand konkreter Ziele und Beschreibungen verständlich kommuniziert.

Die Krönung ist: Er gibt Ihnen Handlungsspielraum zur eigenen Gestaltung und Entwicklung.

Jetzt liegt es bei Ihnen, was Sie daraus machen. Jetzt sind Sie gefragt:

  • Wissen Sie, wie Sie sich selbst motivieren können?
  • Kennen Sie Ihre Ziele im Leben?
  • Sind Sie sich Ihrer Stärken bewusst und können ein ausgewogenes Leben führen?
  • Können Sie mit unterschiedlichen Verhaltensweisen adäquat umgehen?
  • Sind Ihre Gedanken frei und nicht in destruktiven Mustern verstrickt?
  • Haben Sie Vertrauen ins Leben?

Fehlen Ihnen Antworten zu diesen Fragen, wird es für Ihren Chef schwer, Ihnen die Anerkennung zu geben, die Sie erwarten.

Meinen Sie, dass dies zu viel verlangt ist? Kann sein. Doch denken Sie mal an sich.

Wie sähe Ihr Leben aus, wenn Sie all diese Fähigkeiten besitzen?

Ich stelle mir ein Leben mit diesen Fähigkeiten besonders vor. Das war Ansporn für mich, es mal auszuprobieren. Und meine Erwartungen haben sich mehr als erfüllt.

In Folge dessen konnte ich mir zunächst selbst die Anerkennung geben, die ich von anderen immer erwartet habe. Als nächstes ist es mir auch leichter gefallen, meinen Chef von meinen Qualitäten zu überzeugen.

„Alles schön und gut, aber ich habe gar keinen Chef.“

Das kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht haben Sie keinen Chef in der Form, dass Sie einen Arbeitsvertrag in der Tasche haben.

Im Leben sind Sie Ihr eigener Chef.

Ein Grund mehr sich auf den Weg zu machen um die eigenen Ansprüche an Ihr Leben zu erfüllen.

Sie können sofort damit beginnen:

Indem Sie auf Ihren Chef zugehen. Fragen Sie Ihn nach seinen Erwartungen an Sie als Mensch.

Fragen Sie Ihn auch gleich, ob er Sie darin unterstützen will, dass Sie diese Anforderungen besser erfüllen können.

Sich selbst sollten Sie fragen:

Was ist mir in meinem Leben wichtig? Womit will ich beginnen, meine Lebensqualität zu steigern? Was sind meine größten Verhinderer um ein erfülltes, glückliches und gesundes Leben zu führen?

Wenn Ihnen diese Fragen eine Nummer zu groß sind:

Was hindert Sie heute daran, am Abend zu sagen:

„Was war das für ein g…r Tag!“

Ich habe oben geschrieben, dass Sie etwas weiterleiten sollen.

Was genau sollen Sie denn nun weiterleiten?

Wie wär’s mit:

„Chef, ich habe hier eine Sache, die ich gerne machen möchte. Es handelt sich um ein Angebot zur Entwicklung meiner Selbst-Führungs-Kompetenz. Das würde meine Leistungsfähigkeit nachhaltig steigern. Zudem will ich für mich einen Weg finden, den steigenden Anforderungen der Arbeit auch zukünftig gewachsen zu sein und meine Gesundheit nicht aufs Spiel setzen zu müssen.

Wollen Sie mitmachen?

Sie können sich in dem Maße daran beteiligen, was es Ihnen Wert ist. Das ist für mich wertvoller, als eine Lohnerhöhung, von dem ich sowieso wieder einen Teil an den Staat zahlen müsste. Ihre Unterstützung wäre zu hundert Prozent für mich.“

 

Wenn Sie und Ihr Chef jetzt Interesse haben, mehr zu erfahren, lesen Sie die beiliegenden Flyer und setzen sich mit mir in Verbindung.

Mit meinem einzigartigen Konzept zur Entwicklung der Selbst-Führungs-Kompetenz, erschaffen sie in besonderer Weise eine neue Lebens- und Arbeitswelt.

Das Leben wartet auf Sie. Wann kommen Sie?

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Kommunikation ohne Schuldzuweisungen

Sind Sie schuldenfrei?

Ich meine dabei nicht Ihren finanziellen Status. Sondern ich rede hier von der Schuld, die Menschen sich gegenseitig geben.

Welche Vorteile ein (Arbeits)Leben ohne Schuldzuweisungen haben kann, lesen Sie in diesem Blogartikel.

In Managerkreisen erzählt man sich folgende Geschichte:

Der Chef eines Unternehmens ließ einen Angestellten, der gerade ein großes Projekt in Millionenhöhe verpatzt hatte, zu sich kommen. Er fragte seinen Angestellten: „Wissen Sie, warum ich Sie habe rufen lassen?“ Der Angestellte erwiderte zerknirscht: „Ich gehe davon aus, dass Sie mich entlassen.“ Daraufhin der Chef entrüstet: „Sie sind wohl verrückt? Ich habe gerade eine Million Euro in Ihre Ausbildung investiert. Machen Sie was daraus!“

Wahrscheinlich sind Gespräche wie diese die Ausnahme. Tatsache ist jedoch, dass Menschen dazu neigen, als erstes einen Schuldigen zu suchen.

Ich möchte Sie bitten, am heutigen Tag einmal darauf zu achten, wie häufig Sie an Gesprächen beteiligt sind, wo es um falsch oder richtig geht. Wie oft hören Sie jemanden sagen oder sagen selbst: „Entschuldigung, da habe ich wohl einen Fehler gemacht.“

Bitte halten Sie durch. Den ganzen Tag. Zählen Sie mit, wie oft Schuldzuweisungen ausgesprochen werden.

Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, für die wir uns schuldig fühlen, glauben Sie mir, alles wird von unserem Gehirn abgespeichert. Vielleicht spüren Sie das am Ende des Tages, wenn Sie sich fragen, wie erfolgreich Ihr Tag war.

Hier ein paar Ausschnitte von inneren Dialogen, die Sie vielleicht am Abend führen oder mal geführt haben:

„Na ja, im Großen und Ganzen war der Tag ja recht erfolgreich, aber hier und da hätte ich schon ein bisschen sorgfältiger sein können.“

„Ich weiß nicht, ob ich das jemals packen werde. Vielleicht sollte ich mir doch überlegen, den Job zu wechseln.“

„Wie kann ich es nur vermeiden, solche Fehler zu machen? Ich strenge mich ab morgen noch mehr an. Wäre doch gelacht, wenn ich es nicht besser hinkriege.“

„Ein blöder Tag, ständig sind Fehler passiert. Scheinbar bin ich nur von lauter Idioten umgeben.“

 „Meine Güte, der Müller hat heute wieder einen Bock geschossen. Wie lange will ich mir das noch mitangucken? Der kriegt das doch nie hin.“

„Ich muss mehr Strenge zeigen. Die anderen meinen doch, sie könnten machen was sie wollen. Die tanzen mir doch nur auf der Nase herum. Ab morgen greife ich durch.“

Schuldzuweisungen sind ein gefährlicher Virus. Sie führen zu ungewünschten Nebenwirkungen, für die kein Arzt oder Apotheker ein Mittel hat.

Schuldzuweisungen führen zu moralischen Urteilen, die wir über andere Menschen fällen. Urteile und Schuldgefühle sind in unserem Umgang mit Menschen schon fast alltäglich. Dies behindert im großen Maße ein friedvolles und konstruktives Miteinander. Beispiele für solche Urteile sind Aussagen wie diese: „Du bist unfähig diese Arbeit zu machen; Du bist faul; Du bist ein unorganisierter Mensch; Du bist kompliziert; usw. usw.

Wir lenken unsere Aufmerksamkeit auf das, WAS ein Mensch ist und nicht WER er ist.

Ständig sind wir damit beschäftigt, Menschen in Schubladen zu stecken. Wir kritisieren, vergleichen und stellen Diagnosen. All das sind Formen von Verurteilungen. Bei einer Verurteilung ist der Weg zu einer Strafe nicht weit. Wenn Sie Mitarbeitende mit der Angst vor „Strafe“ motivieren, dann wird die Arbeit zwar gemacht, aber die innere Kraft leidet; und so wird früher oder später die Produktivität nachlassen.

Dabei wünschen wir uns doch alle eine (Arbeits)Welt, die von Wertschätzung und gemeinsamem Erfolg geprägt ist. Jede Art von Schuld ist ein Stein, der die Mauer in den Beziehungen zwischen Menschen wachsen lässt.

Doch auch, wenn derjenige die Schuld annimmt, führt es dazu, dass er bei nächster Gelegenheit seine Schuld wieder begleichen will. Die Handlung, die dem folgt, ist nicht „freiwillig“. Sie dient nur dem Ausgleich. So beginnt das Spiel, dass wir irgendwann nur noch Dinge tun, nicht um der Sache willen, sondern, weil wir uns verpflichtet fühlen.

Die Folge sind Abhängigkeitsverhältnisse. Die Bedeutung von Lohn und Gehalt bekommt in solchen Abhängigkeiten ein zusätzliches Gewicht.

Ein weiteres Ergebnis sind Vertrauensverluste zu sich selbst und den anderen. Der Selbstwert schwindet. Dies beeinflusst die Motivation und die Art, wie Entscheidungen getroffen werden, was wiederum Auswirkungen auf die Arbeits- und Beziehungsqualität hat.

Machen Sie Schluss damit! Ent-Schuld-igen Sie sich!

Bitte, wenn ich hier über Schuld und Ent-Schuld-igen schreibe, dann meine ich nicht den Rempler in der U-Bahn, für den man sich aus Höflichkeit bei seinem Nachbarn entschuldigt. Das ist in meinen Augen ein Akt der Aufmerksamkeit für den anderen Menschen.

Ich meine vielmehr Verhaltensweisen, die zu einem Ergebnis führen, dass bestimmte Erwartungen nicht erfüllt. Am Arbeitsplatz, in der Partnerschaft und ja, insbesondere auch in der Familie.

Jede Handlung, jedes Verhalten dient einer Bedürfniserfüllung. Das ist das Motiv, was uns Menschen verbindet.

Stehen Sie zu Ihren Handlungen. Bedenken Sie: Jeder Mensch handelt aus einer positiven Absicht heraus. Denn die positive Absicht ist es, mit dem Verhalten ein Bedürfnis zu befriedigen.

Verantwortung zu übernehmen, heißt sich für ein Verhalten nicht rechtfertigen zu müssen. Sondern sich mitzuteilen, wozu dieses Verhalten dienlich sein sollte. Möglicherweise hat aber dieses Verhalten nicht das Bedürfnis der anderen Person und der Sache erfüllt. Das gilt es in den Mittelpunkt der Kommunikation zu stellen.

Das Ziel dieser Art der Kommunikation ist, einen gemeinsamen Weg zu finden, wie das Bedürfnis aller erfüllt werden kann. Erst wenn das gelungen ist, steht einem erfolgreichen Miteinander nichts mehr im Wege.

Die Macht der Empathie

Statt einer Schuldzuweisung gehen Sie auf die Suche nach dem Bedürfnis, dass hinter dem Verhalten steckt.

Welches Bedürfnis will erfüllt werden?

Empathisch zu sein, heißt nicht etwas bestimmtes zu tun, sondern sich einfach Zeit zunehmen und zuzuhören. Das, was passiert, wenn Menschen sich wirklich zuhören, drückt Carl Rogers (US-amerikanischer Psychologe) so aus: „Wenn dir jemand wirklich zuhört, ohne dich zu verurteilen, ohne dass er den Versuch macht, Verantwortung für Dich zu übernehmen oder dich nach seinem Muster zu formen – dann fühlt sich das verdammt gut an. Jedes Mal, wenn mir zugehört wird und ich verstanden werde, kann ich meine Welt mit neuen Augen sehen und weiterkommen. Es ist erstaunlich, wie scheinbar unlösbare Dinge doch zu bewältigen sind, wenn jemand zuhört.“

Es gibt in einem anderen Menschen nichts, was es nicht auch in mir gibt. Dies ist die einzige Grundlage für das Verstehen der Menschen untereinander. 

Erich Fromm

Wie nutzen Sie die Macht der Empathie?

Indem Sie sich Ihrer Gedankenmuster bewusstwerden. Zu stark sind möglicherweise die Verletzungen, die andere Menschen Ihnen zugefügt haben, als dass Sie sich öffnen können und frei über Ihre Bedürfnisse zu sprechen. Oftmals ist es zuerst notwendig sich selbst Empathie zu geben. Geben Sie sich dazu die Gelegenheit. Ziehen Sie sich zurück und werden sich Ihrer eigenen Bedürfnisse, die angesprochen werden, bewusst. Erst wenn Sie sich zunächst selbst Einfühlung gegeben haben, können Sie sich auf die andere Person einlassen.

„Und“ statt „aber“

Wenn Sie empathisch sind, gibt es in Ihrer Kommunikation kein „aber“ mehr. Daran können Sie überprüfen, ob Sie sich mit Ihrem Gesprächspartner auf der Ebene der Gefühle und Bedürfnisse verbunden haben. Erst dann können Sie gemeinsam konstruktiv nach einer Lösung suchen.

Empathisch Ziele erreichen?

Funktioniert diese Art der Kommunikation auch im Berufsleben? Dort, wo es doch in erster Linie um Fakten geht und nicht um menschliche Bedürfnisse?

Diese Frage hat mich lange beschäftigt. Zu stark waren anfangs meine Glaubenssätze, die mir als Führungskraft mit auf meinen Karriereweg gegeben wurden:

„Wir wollen doch sachlich bleiben.“ „Für Gefühlsduselei ist hier kein Platz.“ „Gekuschelt wird zuhause, hier wird gearbeitet.“ „Wir wollen Ziele erreichen, und das möglichst schnell.“ „Bitte nicht zu persönlich werden, immer Distanz wahren.“

Wenn Sie Führungskraft sind, werden Sie selbst entscheiden müssen, nach welchen Glaubenssätzen Sie Ihren Führungsstil ausrichten.

Ich kann mir eine erfolgreiche Arbeitswelt ohne Empathie nicht vorstellen. Dazu gehört auch empathisch ein „Nein“ oder „So nicht“ auszudrücken. Die Zeit, die ich dafür aufgewendet habe, eine empathische Verbindung zu meinen Mitarbeitenden aufzubauen, habe ich mehrfach zurückgewonnen. Denn ich brauche viel weniger zu kontrollieren, ob Dinge gemacht werden, weil ich weiß, dass Sie freiwillig getan werden.

Schuldenfrei. Ein erstrebenswertes Gefühl. Probieren Sie es aus.

In diesem Sinne…

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Wem vertrauen?

Ohne Vertrauen sind wir verloren.

Wie wirkt fehlendes Vertrauen bei Ihnen? In Ihren Beziehungen? Was bedeutet Vertrauensverlust in Ihrem Business? Verlieren Sie Kunden? Verlieren Sie an Führungs-Kraft?

Wo Vertrauen fehlt, wächst die Angst. Das wiederum ist guter Nährboden für Verschwörungstheorien. Autoritäten nutzen die Angst indem sie mit Hilfe von Verschwörungstheorien die Menschen auf ihre Seite ziehen.

In diesem Blogbeitrag gehen wir der Frage nach, wie wir Vertrauen in das Leben zurückgewinnen, ohne Angst zu schüren.

Die Welt wird immer komplexer.

Vertrauen entsteht durch einen Glauben an etwas. Ihr Glauben beruht in erster Linie auf Rationalität. Sie können sich etwas erklären, also glauben sie daran. Dabei suchen Sie nach der EINEN Erklärung.

Denken Sie nicht auch an die Zeit, wo alles ganz einfach war? Wenn etwas passierte, wusste man gleich wer dafür verantwortlich war. Damit konnte man jemanden eine Schuld zuweisen. Mit diesem Schuldprinzip sind wir alle mehr oder weniger aufgewachsen. Wenn ein Schuldiger nicht mehr gefunden wird, dann neigen wir dazu Verschwörungstheorien Glauben zu schenken. Das machen sich Autoritäten zunutze. Denken Sie an die Entwicklung in der (Welt)Politik.

In der heutigen Zeit fällt es schwer die Welt zu erklären. Die Eindeutigkeit verliert. Das Vertrauen schwindet.

Hinzukommt, dass die Welt an Komplexität zunimmt, die nicht mal mehr die Wissenschaft glaubhaft erklären kann. Es gibt immer mehrere Erklärungsmöglichkeiten. Zusätzlich machen wir uns im Alltag mehr und mehr abhängig von Dingen, die wir nicht verstehen. Smartphone, Internet, Facebook, Digitalisierung, etc.

Sehen Sie darin Ihre Chance. Denn damit können Sie sich Ihre eigene Wirklichkeit als eine persönliche Sicherheitszone aufbauen.

„Komplexität heißt, es gibt keine Zentralperspektive und auch keinen Fluchtpunkt.“

Zitat v. Armin Nassehi, Soziologe

Steigern Sie die Autorität in sich. Vertrauen Sie Ihrer eigenen Vernunft. Mit Vernunft meine ich in diesem Zusammenhang Ihre Fähigkeit, Dinge aus verschiedenen Perspektiven betrachten zu können. Schaffen Sie ein Bewusstsein, dass nichts so ist, wie es scheint.

Das klingt für Sie vielleicht nach Chaos. Wenn alles möglich ist, woran sollen Sie dann glauben?

Genau das meine ich mit Bewusstsein. Bauen Sie den Glauben an sich selbst aus. Machen Sie sich Ihre Werte bewusst. Verlassen Sie das Schuldbewusstsein.

Erklären Sie sich Ihre Welt.

Mit dem was für Sie wichtig ist. Mit dem, was für Sie erstrebenswert ist.

Machen Sie sich Ihren Wertmaßstab bewusst. Wonach entscheiden Sie? Welche Werte vertreten Sie? Wonach bewerten Sie Verhalten? Wenn Ihnen das bewusst ist, können Sie vertrauen. Und zwar sich selbst! Das ist das Erste, was zählt. Denn, wenn Sie sich nicht selber trauen, wie sollen es denn andere können?

Entwickeln Sie die Fähigkeit Vertrauen in der Gemeinsamkeit zu finden.

Zu einer Sache gibt es mehrere zutreffende Erklärungen. Ihre und die der Anderen. Daran sollten Sie sich gewöhnen und lernen, daraus eine Gemeinschaft zu bilden. Das gelingt Ihnen nur mit einer Kommunikation, die Andersartigkeit zulässt und daraus eine gemeinsame Basis für Vereinbarungen schafft.

Beantworten Sie die Frage nach dem Sinn.

Für Sie persönlich ist wohl kaum eine Frage so wirkungsvoll, wie die Frage nach dem Sinn. Wozu lerne ich? Was will ich im Leben erreichen? Was soll sich für mich erfüllen? Wonach strebe ich?

Die Antworten auf solche Fragen, setzen in Ihnen eine Motivation frei, die Sie Ziele leichter und schneller erreichen lässt, als Sie es sich heute wahrscheinlich vorstellen können.

Doch auch in Gemeinschaften, Ihrem Team, wird die Frage nach dem Sinn einer Aufgabe immer wichtiger. Eben genau deswegen: Weil Vertrauen ohne die Antwort nach dem Sinn nicht aufgebaut werden kann.

Wertmaßstab ist ein Erfolgsfaktor in der Gemeinschaft

Es gibt kein richtig und falsch. Keine Schuld. Es gibt nur etwas, was uns den Sinn unserer Ziele näherbringt oder eben nicht. Die Urteilskraft liegt in der Funktion des Geistes und der Emotionalität.

Die gilt für die persönliche Entwicklung und der unternehmerischen Entwicklung gleichermaßen.

Vertrauen entsteht nur, wenn beides im Zusammenhang betrachtet wird.

Finden Sie Erklärungen, die das Funktionieren eines Systems erklärt. Dabei sind Sie als Mensch genauso ein System, wie das Unternehmen, in dem Sie arbeiten.

Das Gelingen ist das entscheidende! Nur dann kann Vertrauen entstehen.

Wie gewinnen Sie Vertrauen zurück?

Ziehen wir ein Fazit:

  • Das Erkennen, dass Vertrauen wichtig ist, ist an sich schon ein Gewinn. Schaffen Sie ein Bewusstsein zu dem, was Vertrauen ausmacht.
  • Kommen Sie ins Gespräch und … hören Sie zu!
  • Wissen Sie, was Sie wollen. Gewinnen Sie damit Ihre Autorität und Macht zurück.
  • Stellen Sie Gemeinsamkeiten in den Vordergrund.

Das wirkungsvollste Vertrauen ist das Vertrauen in sich selbst.

Willy Meurer (*1934), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist

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